Bebauungsplan G12

BIT - Bürgerinitiative Tinkrathstraße

Mülheim an der Ruhr


Stadt mit Fluss


Neue Aufmachung - Alte Probleme: Bebauungsplan "Diepenbeck / Velauer Straße - G 12"

Der vorliegende Bebauungsplan ist nun bereits der 3. Versuch diese landwirtschaftliche Fläche zu bebauen und damit für immer zu zerstören. Schon 1992 gab es erste Überlegungen der Stadt, die aber aufgrund des starken Widerstandes der Anwohner frühzeitig aufgegeben wurden. Im Jahr 2003 hatte ein Investor die völlig utopische Vorstellung, hier 120 Häuser zu bauen, auch dieser Versuch wurde aufgrund des Widerstandes aufgegeben. Die Stadt Mülheim plant derzeit den Bau von ca. 65 Wohneinheiten, was in vielen Regionen Deutschlands in etwa der Größe eines kleinen Dorfes entspricht. Besonders stolz scheint man bei der Stadt auf die Teilung der Bebauungsfläche in zwei separate Baufelder zu sein. Fast so, als würde ein durch zwei geteiltes Problem nicht mehr bestehen. Baufeld I ist über neue Stichstraßen an der Diepenbeck erreichbar. So dass winzige Sackgassen zu großen Zufahrtsstraßen ausgebaut werden und ganze Vorgärten wegfallen. Baufeld II wäre über eine neue Stichstraße aus der schmalen Tinkrathstraße zugänglich.



Hinsichtlich der anfallenden Kosten äußerst sich die Stadt Mülheim wie folgt:


"Die Kosten dieses Verfahrens können derzeit nicht genau beziffert werden. Der Stadt Mülheim an der Ruhr entstehen Kosten für Fachgutachten/Untersuchungen. Es entstehen zudem Aufschließungskosten und Unterhaltungskosten, deren Höhe zur Zeit noch nicht benannt werden können."


(Quelle: https://ratsinfo.muelheim-ruhr.de/buerger/vo020.asp?VOLFDNR=19034#searchword )


Für eine verantwortungsvolle  Stadtplanung.

Für den Erhalt landwirtschaftlicher Nutzflächen.

Schön, aber bautechnisch äußerst heikel


Innerhalb des Feldes verlaufen in ca. 80 cm Tiefe in Nord-West-/Süd-Ost-Richtung drei Leitungstrassen (Erdgas, Chemie). Eine dieser Leitungen war schon eimal defekt. Gleichzeit existieren unter dem Feld, in einer Tiefe von ca. 60 m, viele alte und unverfüllte Bergbauschächte. Insbesondere in den 1980iger Jahren gab es hier starke Einbrüche. So kam es bspw. in der Velauerstraße zum Einbruch eines Luftschachtes mit einer Tiefe von 72 m. Zum Unverständnis der meisten Anwohner soll in diesem schönen aber bautechnisch äußerst brisanten Gebiet nun massiv gebaut werden.

„Das meiste Potential um kostengünstige Flächen und auch Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, ist natürlich auf den vorhandenen Gebäuden. Ich brauche keine Infrastruktur mehr bauen, keine neuen Straßen erschließen, ich brauche keine Bodenpreise mehr auf den Mietpreis umzulegen, die kostengünstigsten Flächen liegen auf dem Gebäudebestand."  [...]


"Es ist keine Alternative in die Randzonen zu gehen und diesen Donut-Effekt zu erzeugen, das heißt dass die Kreise immer größer um die Kernlagen werden und damit hohe Pendlerströme und Mobilitätsströme erzeugt werden. Die Intelligenz steckt eigentlich da drin zu schauen: Wie viel können wir nachverdichten? Und letztendlich wäre es auch ein großer Schnitt für eine sozialverträgliche und ökologische Nachverdichtung von Städten."           



Prof. Karsten Tichelmann, Fachbereich Architektur, Technische Universität Darmstadt


Quelle: www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/mex/themen/neuer-wohnraum--wo-lidl-aldi--co-wohnungsvermieter-werden,neuer-wohnraum-bei-discountern-100.html

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