Entwässerung

BIT - Bürgerinitiative Tinkrathstraße

Mülheim an der Ruhr

Stadt mit Fluss

Die ungeklärte Entwässerungsproblematik:


Schon im Darlegungstext des aktuellen Bebauungsplanes G12 muss die Stadt Mülheim eingestehen:


1. "Die  das  Plangebiet  umschließenden  Mischwasserkanäle  sind  bereits  heute  hydraulisch

völlig ausgelastet. Einer Einleitung von Niederschlagswasser aus dem Bebauungsplangebiet kann daher nicht stattgegeben werden. Dies gilt auch für das auf den Verkehrsflächen anfallende Niederschlagswasser." [...] "Das Niederschlagswasser muss komplett auf dem Grundstück verbleiben."


(Quelle: https://ratsinfo.muelheim-ruhr.de/buerger/vo020.asp?VOLFDNR=19034#searchword, Darlegungstext G12_2016_neu)



Anmerkung der Bürgerinitiative Tinkrathstraße:


Das sogenannte "Planungsgebiet" weist ein Gefälle in Richtung des Naturschutzgebietes Rumbachtal auf. Wohin wird wohl das anfallende Niederschlagswasser abfließen? Ein großer Teil des Wassers, das heute auf dem unverdichteten Feld versickert, läuft zwangsläufig in das Überschwemmungsgebiet Rumbachtal und schafft dort neue Probleme. Ganz zu schweigen von den schon heute feuchten Kellern der Anwohner. Wasserschäden sind durch die überdimensionierte Bebauung  vorprogrammiert. Aber das ist ja dann das Problem der Hausbesitzer...

Wie vielen Mülheimern bekannt ist, tritt der Rumbach bei starken oder langanhaltenen Regenfällen sehr schnell über seine Ufer. Deshalb plant die Stadt Mülheim an der Ruhr, dieses tiefgelegende Naturschutzareal als Überschwemmungsgebiet auszuweisen. Sind die alten und zu klein dimensionierten Entwässerungskanäle Richtung Mülheimer Innenstadt voll, steht schon einmal die Kaiserplatzkreuzung unter Wasser. Weshalb die Stadt Mülheim eine Sanierung des Rumbachs mit seinem unterirdischen Kanalsystem (Essener Straße / Dickswall) in Höhe von 9,3 Millionen Euro durchführt. Es handelt sich hierbei um die größte Kanalbausanierung der nächsten Jahre. Anwohner des Rumbachs kritisieren nun zu Recht, dass der geplante Bach-Durchlass an der Tilsiter Straße in den aktuellen Planungen nicht groß genug ausgelegt wurde. Von den Planern wurde offenbar übersehen, dass die starke Wohnbebauung an der Tilsiter Straße/ Schlippenweg und im Rumbachtal zu einer weiteren Verdichtung führt und dem Rumbach noch wesentlich  mehr Niederschlagswasser zuführt. Ganz zu schweigen vom Bebauungsplan G12, der mit 60 Häusern und einer Fläche von 10 ha eine viel größere Dimension hat und noch vielmehr landwirtschaftliche Nutzfläche versiegelt.



2. "Diese Böden verfügen nur über eine geringe Durchlässigkeit. Die im Zuge der Bodenuntersuchungen ermittelten Durchlässigkeitsbeiwerte von 1 x 10-6 bis 1 x 10-8 unterschreiten die im Runderlass zur Niederschlagswasserbeseitigung gemäß § 51a des Landeswassergesetzes geforderten Mindestdurchlässigkeitswerte von 5 x 10-6. Ein  Anschluss  an  die  Kanalisation  ist  nicht  möglich.  Nach  den  Ergebnissen  einer  Langzeitsimulation  (Gutachten  1487)  kann  mit  entsprechendem  Aufwand  möglicherweise dennoch  eine  Versickerung  des  Regenwassers  erreicht  werden.  Einzelheiten  hierzu  sind von der unteren Wasserbehörde festzulegen."


(Quelle: https://ratsinfo.muelheim-ruhr.de/buerger/vo020.asp?VOLFDNR=19034#searchword, Darlegungstext_G12_2016_neu)




Anmerkung der Bürgerinitiative Tinkrathstraße:



Um Niederschlagswasser zu reduzieren gibt es die folgenden Maßnahmen:


  • Regenwassernutzung (Bewässerung, etc.)
  • Regenwasserspeicherung mit gedrosseltem Abfluss (Garten- und Sanitärbewässerung, Teiche, Dachbegrünung)
  • Versickerung (Flächen-, Mulden-, Rohrrigolen- und Schachtversickerung)


All diese Maßnahmen sind kostenintensiv und aufwendig zu realisieren. Auch sind die genannten Maßnahmen keine Lösung für den immer häufiger auftretenen Starkregen. Die schon heute schlechten Durchlässigkeitswerte des Bodens, werden nach der Verfüllung der Bergbauschächte mit tausenden Kubikmetern Beton noch wesentlich schlechter.



In der Fachliteratur findet man die folgenden Anmerkungen:


Die massive Bebauung führt zu einer Versiegelung der Flächen, so dass das Regenwasser nur oberflächig abfließen kann, was in der Stadt- und Bebauungsplanung zu den folgenden negativen Auswirkungen führt:



  1. Hoher, schneller Abfluss in die Kanalisation


  1. Hochwasserereignisse


  1. Senkung des Grundwasserspiegels


  1. Verschlechterung des Kleinklimas


  1. Verödung von Landschaftsräumen

"Das Niederschlagswasser muss komplett auf dem Grundstück verbleiben."


(Quelle: https://ratsinfo.muelheim-ruhr.de/buerger/vo020.asp?VOLFDNR=19034#searchword, Darlegungstext G12_2016_neu)






Ja, ist klar! Ganz bestimmt...




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