Umwelt

BIT - Bürgerinitiative Tinkrathstraße

Mülheim an der Ruhr


Stadt mit Fluss


Naturoase inmitten einer Industrielandschaft


Das Ruhrgebiet ist mit 5,1 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 4435 Quadratkilometern das größte Ballungsgebiet Deutschlands und das fünftgrößte Europas. Die Bevölkerungsdichte der Kernzone des Ruhrgebiets liegt bei knapp 2.100 Einwohnern pro Quadratkilometer. Diese durch Schwerindustrie gekennzeichnete Region gehört seit vielen Jahren zu den luftbelastesten Regionen Deutschlands. Die noch existierenden Grünzonen sind dringend notwendig und unverzichtbar, um die vielen Abgase durch Industrie und Verkehr zu regenerieren.

Das sogenannte "Planungsgebiet" am Stadtrand Mülheims ist eine Naturoase und weist eine Größe von 10 ha auf. Auf dieser landwirtschaftlichen Nutzfläche sieht man noch Traktoren und Mähdrescher fahren und erkennt den Verlauf der Jahreszeiten auf einen Blick. Durch die angrenzenden Gärten wirkt das Areal größer als es ist. Das Feld wird von vielen unter Naturschutz stehenden Greifvögeln des praktisch direkt daran anschließenden Naturschutzgebietes "Rumbachtal" als Jagd- und Brutrevier genutzt und dient gleichzeitig heimischen und bedrohten Tierarten als natürliches Rückzugsgebiet und Schutzraum. Die Voruntersuchungen der Stadt Mülheim weisen darauf hin, dass in diesem Gebiet verschiedene geschützte und damit "planungsrelevante" Tierarten wie Hasen, Spechte, Igel und Fledermäuse  leben. Das Feld gehört mit 110 - 120 m über Normalhöhennull (NHN) zu den hochgelegenen Gebieten der Stadt Mülheim, 40 m über Normalhöhennull (NHN), und fällt Richtung Rumbachtal ab. Hier findet sich eine natürliche Frischluftschneise die über das Rumbachtal auch die belastete Mülheimer Innenstadt mit frischer Luft versorgt. Diese unverzichtbare  grüne Lunge  lindert die massive Feinstaubelastung  durch die Velauerstraße und ist aus klimatischen und ökologischen  Gesichtspunkten unverzichtbar. Im vorliegenden Bebauungsplan würden von der aktuellen Frischluftschneise nur noch 12,75% erhalten bleiben.   Somit zerstört die aktuelle Planung der Stadt, die im Darlegungstext als städtebaulicher Kompromiss verkauft wird, ganze 87,25% dieser Naturoase. Ganz nebenbei, in der derzeit gültigen Biotopbewertung der Stadt Mülheim an der Ruhr wird dieses Gebiet richtigerweise als "Biotop" gekennzeichnet (siehe Button, unten).

Schon im Darlegungstext der Stadt Mülheim muss eingeräumt werden:



"In der Karte der schutzwürdigen Böden des Geologischen Dienstes sowie im Planwerk Boden sind für das Plangebiet besonders schutzwürdige Böden ausgewiesen. Auch die bisher vorliegenden Bodenuntersuchungen deuten darauf hin, dass im Bereich der landwirtschaftlich genutzten, zentralen Fläche, Böden der Klasse sw 3 ff vorliegen, die wegen ihrer hohen Fruchtbarkeit als besonders schutzwürdig einzustufen sind."




"Bereits im Vorfeld der Neueinleitung des Planverfahrens wurde eine Artenschutzprüfung der Stufe I erstellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass von der geplanten Innenentwicklung verschiedene geschützte und ggf. auch planungsrelevante Tierarten betroffen sein könnten. Die im Plangebiet vorhandenen Gehölzbestände, Gartenteiche, Hochstaudensäume in Verbindung mit Heckenstrukturen und Ackerflächen und die Bestandsgebäude stellen artenschutzrechtlich relevante Strukturen dar, die vermutlich von Fledermäusen, verschiedenen planungsrelevanten und/oder geschützten Vogelarten sowie einigen geschützten, häufigen und weit verbreiteten Amphibienarten sowohl gelegentlich genutzt, als auch dauerhaft besiedelt werden."



(Quelle: https://ratsinfo.muelheim-ruhr.de/buerger/vo020.asp?VOLFDNR=19034#searchword )




 

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