Verkehr

BIT - Bürgerinitiative Tinkrathstraße

Mülheim an der Ruhr


Stadt mit Fluss



Neue Aufmachung - Alte Probleme  Bebauungsplan "Diepenbeck / Velauer Straße - G 12"



Die ungeklärte Verkehrsproblematik:


Die Tinkrathstraße ist eine schmale Nebenstraße die noch vor wenigen Jahrzehnten unasphaltiert war. Viele ältere Anwohner bezeichnen sie als "geteerten Feldweg". An vielen Stellen erfüllt die Tinkrathstraße mit einer Breite von 4 m (siehe Bild unten) nicht einmal die gesetzliche Mindestbreite (5,5 m). Heutzutage wird diese kleine Straße stark befahren, und dient als Zubringer zur Velauerstraße und zu den Autobahnen A40 und A52. Wer morgens  versucht von der Tinkrathstraße auf die Velauerstraße aufzufahren, sollte starke Nerven und ausreichend Zeit einplanen. Im nicht enden wollenden Autostrom gibt es kaum eine Lücke die ausreichend wäre. Die Straßenbreite ist so gering, dass man bei Gegenverkehr kaum Ausweichmöglichkeiten hat. Auch befindet sich nur auf einer Straßenseite ein Fußgängerweg, der häufig durch geparkte Autos verstellt ist. Von der Velauerstraße aus kommend, befindet sich nach ca. 200 Metern auf der rechten Seite das "Planungsgebiet" und auf der linken Seite ein Feld, das bereits zum Landschaftsschutzgebiet zählt. Ein Ausbau der Tinkrathstraße ist somit stark eingeschränkt und praktisch kaum umsetzbar. In jedem Fall müssten die Anwohner den Straßenausbau mitfinanzieren.


Viele Anwohner nutzen die Tinkrathstraße und den Straßenrandbereich zum Abstellen ihrer Autos (siehe Bilder). Gerade im Zugangsbereich zur Velauerstraße kann die aktuelle Parksitutation als katastrophal bezeichnet werden. Schon die Auffahrt auf die Tinkrathsraße verursacht durch den massiven Gegenverkehr einen Rückstau auf der Velauerstraße. Nicht auszudenken, wenn hier noch viele zusätzliche PKWs einbiegen wollen. Auch eine Verbreiterung der Tinkrathstraße ist nicht ohne großen Aufwand umsetzbar, zu stark ist in vielen Bereichen das Gefälle Richtung Rumbachtal (siehe Bild unten, rechts).


Auch an der unteren Tinkrathstraße Richtung Rumbachtal ist die Parksituation schon heute absolut ungenügend (siehe Bild unten). Gleichzeitig werden im Rumbachtal u. a. 4 Häuserblöcke mit 26 Wohnungen gebaut. Der bereits heute starke Durchgangsverkehr würde durch den Bebauungsplan G12 mit 65 zusätzlichen Häusern gänzlich zum Erliegen kommen.      Ganz zu schweigen, von den   vielen hinzukommenen Straßenschäden die zwangsläufig auftreten werden, wenn  dieses überdimensionierte Bauprojekt realisiert werden sollte.

NEUE ERKENNTNISSE:


  • Die Stadt plant unrealistischerweise mit einem Stellplatz pro Wohneinheit!
  • Der Zweitwagen bzw. Besucherfahrzeuge parken demnach im öffentlichen Raum und verstopften so die ohnehin engen Straßen
  • Die Fahrbahnbreite beträgt in der oberen Tinkrathstraße (Richtung Velauer Straße) nicht 5,5m sondern 4,83m (zwischen Bordstein und Grasnarbe)
  • Da schon heute viele Anwohner ihre Autos auf dem Gehweg parken verringert sich die nutzbare Straßenbreite auf 3m
  • LKW haben eine Breite von ca. 2,5m, somit bleiben für den Gegenverkehr 50cm
  • Der nur einseitig vorhandene Bürgersteig in der Tinkrathstraße hat lediglich eine Breite von 80 – 100cm

Hindernissfahrt mit Gegenverkehr - der ganz alltägliche Wahnsinn.


Und in diesem Chaos sollen 60 Wohneinheiten gebaut werden mit weiteren 120 PKW


Kein Wunder, dass die meisten Anwohner gegen den Bebauungsplan sind.



Zusammenfassung:


Bei den geplanten 65 Wohneinheiten handelt es sich voraussichtlich um luxuriöse Einfamilienhäuser. Wir rechnen mit einem Zuwachs von 150 Fahrzeugen. Bei nur zwei Autofahrten am Tag müssten die schmalen Straßen der Tinkrathstraße und Diepenbeck täglich fast 600 zusätzliche Fahrbewegungen verkraften. Hierfür wurden die kleinen Straßen nicht ausgelegt.


Die Tinkrathstraße ist an manchen Stellen gerade einmal 4 Meter breit, so dass bereits heute ein Vorbeifahren an parkenden Autos schwer möglich ist.


Der Verkehr mündet auf der Velauer Straße, die zu den meistbefahrenen Straßen Mülheims gehört (siehe Link, unten). Bereits heute bilden sich lange Rückstaus. Die Velauer Straße ist nicht in der Lage den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Ein Linksabbiegen von der Tinkrathstraße in die Velauer Straße wird nicht möglich sein, dass zeigten bereits die Baustellenumleitungen im Frühjahr 2017.

Dies alles passiert vor dem Hintergrund, dass in den letzten Monaten bereits massive Wohnbebauungen stattgefunden haben bzw. sich im Bau befinden. So bspw. 26 Wohneinheiten (WE) im Priestershof / Rumbachtal, mindestens 10 WE an der Rumbachtal Kapelle sowie ca. 8 weitere WE in der Hanglage des Rumbachtals. Weiterhin gibt es 3 WE an der Tinkrathstraße / Ecke Diepenbeck plus 4 WE an der Velauer Straße.


Schon durch diese neuen Wohneinheiten (ca. 51) werden die Straßen ca. 400 zusätzliche Fahrzeugbewegungen am Tag mehr aufnehmen müssen.


Laut einer Verkehrsmessung der Stadt Mülheim vom September 2014 (3 Tage wochentags), wird die Tinkrathstraße schon heute pro Tag von 501 Fahrzeugen passiert. Dies unterstreicht, dass jede massive Zunahme des Verkehrs unmöglich erscheint.



Problem Feuerwehrfahrzeuge


Die geplante Zufahrtsstraße zum Baufeld 1 über eine Stichstraße der Diepenbeck ist zu schmal. Dieser Weg war ursprünglich nur als Fußweg geplant, auch Rettungsfahrzeuge könnten dort nicht einfahren. Insbesondere das Ein- und Ausbiegen ist nicht möglich, da die Mindest-Radien nicht eingehalten werden. Bei einer Durchfahrtsbreite von 5 m beträgt der Mindestradius 10,5 - 12 m. Zusätzlich müssen vor und hinter den Einfahrten mind. 11 m Übergangsbereiche vorhanden sein.


Weitere Probleme sind die nicht vorhandenen Freiflächen innerhalb des Baufelds, damit Rettungsfahrzeuge auch Parken und Rangieren können.



Problem Müllfahrzeuge


Auch die Müllentsorgung wird erhebliche Probleme verursachen, insbesondere im Baufeld 1. Die behördlichen Vorschriften, die eingehalten werden müssten, können hier wohl kaum umgesetzt werden.


Für Müllfahrzeuge muss die Mindeststraßenbreite im Begegnungsverkehr 4,75 m aufweisen. Diese Straßenbreite ist in der Tinkrathstraße nicht gegeben. Wie soll das funktionieren, wenn sich der Verkehr jetzt noch derart steigert?


Müll darf nach den geltenden Arbeitsschutzvorschriften gemäß § 16 DGUV Vorschrift 43 „Müllbeseitigung“ (bisher BGV C27) nur abgeholt werden, wenn die Zufahrt zu Müllbehälterstandplätzen so angelegt ist, dass ein Rückwärtsfahren nicht erforderlich ist. Die identische Forderung ergibt sich aus § 4 Abs. 3 Betriebssicherheitsverordnung.


Ausnahmen gibt es nur für Sackgassen, die nach dem Erlass der DGUV Vorschrift 43 „Müllbeseitigung“ (bisher BGV C27) am 01.10.1979 gebaut sind oder bei denen der Feststellungsbeschluss nach dem 01.10.1979 rechtskräftig wurde.


Wenn keine geeignete Wendemöglichkeit vorhanden ist, dürfen Sackgassen mit Abfallsammelfahrzeugen überhaupt nicht befahren werden. Die Abfallsammelgefäße müssten an der nächsten für das Abfallsammelfahrzeug sicher befahrbaren Straße zur Abfuhr bereitgestellt werden.


Diese Abfallsammelstellen führen dann wiederum zu massiven Problemen. Im Übrigen sehen die jetzigen Planungen keinen Platz für diese Sammelstellen vor.


Problem Parkplätze


Bereits heute sind die Tinkrathstraße und Diepenbeck eng beparkt. Im Begegnungsverkehr ist man auf die wenigen vorhandenen Parklücken angewiesen, um entgegenkommende Fahrzeuge vorbeizulassen.


Beide Straßen können keine zusätzlichen Fahrzeuge mehr aufnehmen, da ansonsten der Begegnungsverkehr nicht mehr möglich wäre.


Die Schaffung von Einbahnstraßen wird weitere Probleme mit sich bringen, insbesondere würde sich der Verkehr auf der Velauerstraße aber auch im Wohngebiet massiv erhöhen.



Problem Baustellenverkehr


Auch die Großbaustelle wird so viel Verkehr mit sich bringen, dass dies zu erheblichen Problemen und Straßenschäden führen wird.


Überschlägig müssten 65 Baugruben ausgehoben werden a´ 300 m3 Boden. Dazu bräuchte man ca. 1.000 Schwerlast-LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 42 to.


Die selbe Menge an Stahl, Beton und Steine müssten antransportiert werden. Hinzu kommen hunderte von Kleintransportern der unterschiedlichen Handwerksfirmen, Kräne, Betonpumpen, Autokräne, usw.


Wir befürchten, dass insbesondere der Schwerlastverkehr (ca. 2.000 Fahrzeuge a´ 42 to) die umliegenden Kleinstraßen stark beschädigen wird und diese Kosten der Allgemeinheit anfallen werden.


Ulrich Hähnel

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